Landbote, 05.06.21

Bei der Frage nach dem Einfluss des menschengemachten CO2-Ausstosses auf den Klimawandel gilt es aus Schweizer Sicht folgende Fakten zu berücksichtigen. Weltweit wird seit 1990 50% mehr CO2 in die Luft geblasen. 2019 waren es 36’000’000 Tonnen, von denen alleine 30% auf das Konto von China gehen. Für weitere 30% ist das Quartett USA, Indien, Russland und Japan verantwortlich. Demgegenüber sparte unser Land im gleichen Zeitraum 14% ein und ist inzwischen nur mehr für 46 Millionen Tonnen, also etwa 0.13% der weltweiten CO2-Emmissionen verantwortlich. Dies obwohl die Wohnbevölkerung seit 1990 um fast 2 Millionen auf heute 8.6 Millionen Menschen zugenommen hat. Die Schweiz liegt denn auch mit 4t CO2-Ausstoss pro Kopf europaweit fast am Schluss. Deutschland, Holland, Österreich und Norwegen etwa erzeugen fast doppelt soviel CO2 je Einwohner. Unabhängig wie man zum CO2 Gesetz steht: Die Schweiz steht im Vergleich zu allen anderen Industrienationen bezüglich CO2-Ausstoss vorbildlich da und nutzte auch ohne gesetzliche Vorgabe ihr Einsparpotential. Für die weltweite CO2-Bilanz und deren möglicher Einfluss aufs Klima spielt dieses indessen keine Rolle.

Hansuli Huber, Altikon